DER GLÖCKEL enthüllt Schatztruhe des Ex-Bankmanagers KR Karl HUBER

KR Karl HUBER, vormaliger Multifunktionär des Sparkassenverbandes, hat, wie bereits publiziert, während seiner Beschuldigteneinvernahme am 6.8.2009 vor dem Landeskriminalamt des LPK Niederösterreich zu seinen Vermögensverhältnissen angegeben, daß er über 5 Eigentumswohnungen sowie ein Wertpapierdepot in Höhe von 1,3 Millionen Euro verfüge. Wir zeigten in der Reportage “Ermittlungsskandal bei Staatsanwaltschaft zur Strafanzeige gegen Banker HUBER” auf, warum diese Vermögensangaben nicht stimmen können, und daß HUBERS tatsächliches Vermögen daher weitaus größer sein muß. (Verfahren der Staatsanwaltschaft Korneuburg Mag. Ronald SCHAFFER, Aktenzahl 118 5 St 194/09h).

In einem vertraulichen bankinternen Bericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes, datiert vom 21.2.2000, befinden sich zahlreiche detaillierte Angaben zu HUBERS Abzocke des Bankinstitutes über einen längeren Zeitraum. Aus dem mehrere Seiten umfassenden Dokument entnehmen wir im Zusammenhang mit seinem strategisch geplanten Schachzug, der Abstaube seiner Pensions- und Abfertigungsansprüche, wie folgt:

insgesamt sind an Herrn Huber am 3.9.99 31,7 Mio S ausbezahlt worden

Faksimile aus dem vertraulichen Bericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes vom 21.2.2000

Faksimile aus dem vertraulichen Bericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes vom 21.2.2000

Alleine zu den Vorgängen seiner Pensionierung: Herr HUBER war nur wenige Wochen Pensionist, um dann wieder arbeiten zu gehen, um später nochmals eine 7-stellige Summe abzuschöpfen. Diesen werden wir ein gesondertes Kapitel widmen. Jedenfalls findet sich in diesem Dokument der Vermerk, daß bereits am 29.6.1999 ein Gespräch zwischen Vorstandsdirektor HUBER, dessen Stellvertreter FASCHING und Innenrevisor W. stattgefunden habe. Laut Angaben des Innenrevisors der Sparkasse Hainburg steht in dem vertraulichen Bankenbericht:

Ablauf der bestehenden Vorstandsverträge per 03.09.1999 beabsichtigtes kurzfristiges Ausscheiden V-Dir Huber und Abfindung der Pension- und Abfertigungsansprüche bereits im Jahr 1999 zwecks Einbringung in Stiftung wegen bevorstehenden steuerrechtlichen Änderungen

lt. Aufsichtsratsbeschluß vom 30.06.1999 Punkt 10
offiziell in der Öffentlichkeit und bei den Mitarbeitern in der Sparkasse keine Bekanntgabe

Faksimile aus dem gleichen internen Bericht - eine Stiftung wird erwähnt

Faksimile aus dem gleichen internen Bericht - eine Stiftung wird erwähnt

Diese Angaben beinhalten den Hinweis auf eine Stiftung, die auch der Staatsanwaltschaft Korneuburg einen Hinweis hätte geben können. Uns reichte dieses Auffinden dieser Information, um Recherchen in Richtung einer Privatstiftung HUBERS nachzugehen.

Die Karl Huber Privatstiftung

Faksimile aus dem Firmenbuch - Karl Huber Privatstiftung

Faksimile aus dem Firmenbuch - Karl Huber Privatstiftung

Wir wurden bei unserer Recherchen fündig. Im Firmenbuch ist unter der Firmenbuchnummer FN 188706 i eine Karl Huber Privatstiftung eingetragen. Der Stiftungszweck: “Die Versorgung der Begünstigten“. Die Stiftungsurkunde weist laut Handelsregisterauszug das Datum vom 24.8.1999, somit eine Errichtung kurz vor der “Ausschüttung” aus. Folgende Personen werden im Stiftungsvorstand genannt:

1. Mag. Klaus WINDISCHBAUER – Wien;
2. Mag. Eva HUBER-STOCKINGER – Linz;
3. Diliana NEYKOFF – Bad Deusch Altenburg.

Stiftungsvorstand der Karl Huber Privatstiftung

Faksimile aus der Stiftungsurkunde, dem § 7 - Der Stiftungsvorstand

Dabei fällt uns folgendes auf: Karl HUBER ist in Oberösterreich geboren. Eva HUBER-STOCKINGER ist mit einer Adresse einer Rechtsanwaltskanzlei in Linz eingetragen. Wir vermuten es in ihrer Person mit einer Familienangehörigen von HUBER zu tun zu haben. Diliana NEYKOFF ist bereits als nunmehrige Ehefrau von HUBER bekannt. Sie sitzt derzeit als Filialleiterin in der Sparkasse Kittsee selbst auf einen Chefsessel. Zum Zeitpunkt der Stiftungsgründung hatten HUBER und NEYKOFF laut Zeugen und Informanten (siehe späteren Bericht) längstens ein sehr enges Verhältnis.

Sparkasse Kittsee

Späterer Gatte Karl HUBER sorgte für die Karriere seiner Frau - sie ist Direktorin der Sparkasse in Kittsee

Eine Stiftung zu besitzen oder nicht ist causal unerheblich. Daraus könnte man HUBER keinesfalls einen Strick drehen. Wesentlich ist die Aufschlüsselung des Stiftungszweckes, der mit der “Versorgung des Begünstigten” im Zusammenhang steht – wer ist der Begünstigte? Diese Frage beantwortet der Firmenbuchauszug nicht – sie erfordert die Einsichtnahme in die Stiftungsurkunde und Zusatzdokumente, denn darin sind dann Detailangaben erfaßt. Am Handelgericht Wien beziehen wir eine Kopie und bescheinigen damit wie folgt:

Faksimile aus der Stiftungsurkunde

KR Karl HUBER hat seine wahren Vermögensverhältnisse im Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft durch Weglassung verschleiert

Aus der Stiftungsurkunde:

Herr Kommerzialrat Karl Huber, geb. am xxx, 1030 Wien, Petrusgasse 4/13 (im folgenden auch kurz “Stifter” genannt) errichtet als Stifter eine Privatstiftung nach österreichischem Recht, die den Namen “Karl Huber Privatstiftung” führt, für die die folgenden, in dieser Stiftungsurkunde wiedergegebenen Bestimmungen gelten.

HUBER hat also tatsächlich, wie aus dem vertraulichen Bankenbericht zu entnehmen war, eine eigene Stiftung errichtet. Im § 14 “Stiftungsbegünstigte” steht:

Die Begünstigten der Stiftung werden in der Stiftungszusatzurkunde bestimmt.

Im § 17 Vollmacht:

Der Stifter ermächtigt und bevollmächtigt Herrn Dr. Bernhard Huber, Rechtsanwalt in 4020 Linz, Schillerstraße 12, die zur Durchführung der Eintragung der Gesellschaft in das Firmenbuch erforderlichen Änderungen dieser Stiftungserklärung in Form von Notariatsakten vorzunehmen, alle zum Zwecke der Gründung und Registrierung der Privatstiftung erforderlichen Nachtragserklärungen, auch in beglaubigter oder in Form von Notariatsakten abzugeben und entsprechende Firmenbucheingaben beglaubigt zu unterfertigen.

Dr. Bernhard HUBER

Faksimile aus der Stiftungsurkunde - § 17 bescheinigt die Ermächtigung eines Dr. Bernhard HUBER zur Eintragung der Karl HUBER Privatstiftung

Dem Stiftungsakt liegt ein verifiziertes Dokument mit Justizsignatur der Republik Österreich bei, das Beweiskraft einer öffentlichen Urkunde besitzt. Dieses Dokument wurde von der Rechtsanwaltskanzlei HUBER – EBMER – PARTNER in Linz am 8.1.2007 abgefaßt. Das Dokument trägt die Bezeichnung BESTÄTIGUNG. Darin bestätigen Mag. Klaus WINDISCHBAUER, Mag. Eva HUBER-STOCKINGER und Diliana NEYKOFF in ihrer Eigenschaft als Vorstände der Karl Huber Privatstiftung mit dem Sitz in Wien gegenüber dem Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien wie folgt:

  • Gemäß § 2 der Stiftungszusatzurkunde vom 31.08.1999 wurde als Begünstigter der Stifter festgestellt.
  • Die Feststellung weiterer Begünstigter ist bislang nicht eingetreten. Es wird daher ausdrücklich bestätigt, dass außer dem Stifter bislang keine weiteren Begünstigten der Privatstiftung festgestellt wurden.
  • Da ein Beirat gem. § 11 der Stiftungsurkunde nicht bestellt ist, hat die Begünstigtenversammlung in Form des Stifters, KommR Karl Huber, die Aufgaben des Beirates derzeit wahrzunehmen.
Faksimile aus der Zusatzurkunde des Stiftungsaktes - KR Karl HUBER ist der falschen Vermögensangaben überführt

Faksimile aus der Zusatzurkunde des Stiftungsaktes - KR Karl HUBER ist der falschen Vermögensangaben überführt

Klartext: Karl HUBER ist Stifter und zeitgleich Begünstigter der Karl Huber Privatstiftung. Sie verfügt über Geld und Immobilien, da Karl HUBER nicht nur Barvermögen in die Stiftung einbrachte, sondern u.a. auch sein Privathaus und Anwesen in Hainburg. Dieses wurde innerhalb einer sogenannten Vorstiftung bereits am 7.10.1999 der Stiftung zugeführt. Damit Sie sehen können, wie in Österreich Steuervorteile mit Stiftungen erwirtschaftet werden können, etwas zum Schmunzeln:

Karl HUBER hat sein Wohnhaus mit Grundbesitz seiner eigenen Stiftung gestiftet, dessen Begünstigter er ist. Karl HUBER stiftet Karl HUBER. Das Fruchtgenußrecht am eigenen Grund hat sich allerdings Karl HUBER ausdrücklich vorbehalten. Das heißt, er darf auch weiterhin sein Obst am Grundstück pflücken ohne den Begünstigten der Stiftung fragen zu müssen = Karl HUBER. Was HUBER damit bezweckt hat ist einfach erklärt – der Vorbehalt des Fruchtgenußrechtes schmälert den Wert des Grundstückes = Steuervorteil.

Wir haben versucht mittels Anfragen bei Dr. Bernhard HUBER eine Klärung herbeizuführen, ob dieser oder Frau Mag. Eva HUBER-STOCKINGER in einem Verwandschaftsverhältnis zu Karl HUBER stehen. Schriftliche, wie auch fernmündliche Versuche erbrachten keinen Erfolg. Aus diesem Grunde griffen wir in unser Nähkästchen und brachten mit investigativem Journalismus folgendes zu Tage:

Bei dem Mann der die Stiftung im Auftrag des Karl HUBERS errichtete, Dr. Bernhard HUBER handelt es sich um dessen Neffen. Dr. B. HUBER ist der Sohn des Bruders von Karl HUBER. Frau Mag. Eva HUBER-STOCKINGER ist die Gattin des Dr. Bernhard HUBER, die beide in der Rechtsanwaltskanzlei in Linz arbeiten. Bis auf Mag. Klaus WINDISCHBAUER ein Stiftungskonstrukt, das unter Zuhilfenahme der eigenen Familie entstanden ist.

Durch die sogenannte Inkompatibilitätsbestimmung des § 15 Abs. 2 des Privatstiftungsgesetzes (PSG) war Karl HUBER nach seiner Verehelichung mit Diliana NEYKOFF am 1.10.2007 gezwungen, diese Person gegen eine andere VERTRAUTE auszutauschen. Dazu der entsprechende Gesetzesauszug:  “Ein Begünstigter, dessen Ehegatte sowie Personen, die mit dem Begünstigten in gerader Linie oder bis zum dritten Grad der Seitenlinie verwandt sind, sowie juristische Personen können nicht Mitglieder des Stiftungsvorstands sein.” HUBER besetzte diese Funktion mit einem vertrauten Günstling (Bezeichnung laut LIONS-Kollegen von HUBER), den er bereits im Jahr 1997 auf den Chefsessel der Sparkasse Fischamend beförderte und beim LIONS-Club einführte. Der Filialleiter Josef PROSENBAUER sitzt nunmehr auch seit 13.12.2007 als im Vorstand der Karl Huber Privatstiftung.

Sparkassen-Filialleiter Josef Prosenbauer lügt im Interview

PROSENBAUER kann nicht wissen, daß wir längstens in Kenntnis sind, daß er nicht nur im Beirat der Sparkasse Hainburg Privatstiftung (Auskunft aus der Stiftung), sondern insbesondere im Vorstand der Karl Huber Privatstiftung tätig ist. Am 5.11.09 um 11:30 Uhr ersuchen wir ihn zu einem Interview und wollen auch dadurch in Erfahrung bringen, gilt es aus seiner Sicht, Fakten unter den Teppich zu kehren, oder nicht.

Ein weiterer Günstling wurde von Karl HUBER auf einen Chefsessel verbracht. Josef PROSENBAUER ist laut eigenen Angaben seit 1997 Direktor der Sparkasse Fischamend. HUBER ging 2002 in Pension

Ein weiterer Günstling wurde von Karl HUBER auf einen Chefsessel verbracht. Josef PROSENBAUER ist laut eigenen Angaben seit 1997 Direktor der Sparkasse Fischamend. HUBER ging 2002 in Pension

Wir fragen den Filialleiter der Sparkasse Fischamend in der Bank zu seinem Verhältnis zu HUBER und er antwortet, daß HUBER sein Chef war und er kein Nahe- oder Bezugsverhältnis zu ihm mehr habe. Auf seine Mitgliedschaft zum LIONS-Club befragt (wir sind in Kenntnis darüber, daß ein Aspirant von einem aktiven Mitglied vorgeschlagen wird und, daß PROSENBAUER durch HUBER in den LIONS-Club gebracht und von ihm eingeführt wurde) gab er an, daß ein Gremium über die Aufnahme entscheidet – HUBER habe damit nichts zu tun gehabt. Als wir ihn dann direkt damit konfrontierten, daß wir von unterschiedlichen Quellen darüber informiert wurden, daß HUBER ihn bei LIONS einführte, gab er zu, daß dies zutreffend gewesen wäre. Er hätte keine Verbindung mehr mit HUBER, nur mehr bei den Zusammenkünften des LIONS-Club. PROSENBAUERS Aussage: “Was sollte ich sonst mit HUBER haben!?”er stellte jegliche mögliche Verbindung als Lächerlichkeit dar, wie seiner Artikulation und Gestik zu entnehmen war. PROSENBAUER: “Habe mit HUBER gar nichts mehr zu tun”.

Bei der Verabschiedung unsere letzte Frage: “Seien Sie ehrlich – stehen Sie in irgendeiner Verbindung mit einer Stiftung und Huber?” Josef PROSENBAUERS Antwort: “NEIN“.

Faksimile des Firmenbuchauszuges der Karl Huber Privatstiftung vom 28.10.2009 - Josef Prosenbauer ist seit 2007 Vorstandsmitglied!

Faksimile des Firmenbuchauszuges der Karl Huber Privatstiftung vom 28.10.2009 - Josef Prosenbauer ist seit 2007 Vorstandsmitglied!

Zusammengefaßt kann definitiv und unwiderlegbar festgestellt werden, daß Karl HUBER im Ermittlungsverfahren vor der Staatsanwaltschaft Kroneuburg (Aktenzahl 118 5 St 194/09h) zur Anzeige wegen Verdachts der Verbrechen der Veruntreuung (§133 Abs. 2 StGB) sowie der Untreue (§ 153 Abs. 2 StGB) ein weiteres Mal gelogen hat. Sein nicht unerhebliches weiteres Vermögen befindet sich in der Karl Huber Privatstiftung, wobei er selbst als Stifter und Begünstigter ausgewiesen und bescheinigt ist. Diese wurde unter Mitwirkung von (Familien)angehörigen errichtet und betrieben.

Es bleibt nur zu hoffen, daß die Lügerei des ehrenwerten Mannes in einem anderen zu erwartenden Strafverfahren nicht unberücksichtigt bleibt …

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