Prolog zur Reportagenserie zu einem Bankenskandal der Sparkasse – Erste Bank

Während die Öffentlichkeit seit geraumer Zeit durch Medien und politische Gruppierungen mit unterschiedlichen Vorgängen innerhalb der Sparkassenstiftung Hainburg konfrontiert wird, blieb der wahre Skandal um die Sparkasse und deren Multifunktionär, Kommerzialrat Karl HUBER, der in einem internen, vertraulichen Bankenbericht als “skrupelloser Nehmer” bezeichnet wurde, im Verborgenen. Dem von uns praktizierten Qualitätsjournalismus haben wir es zu verdanken, daß sich einige Quellen aus dem Sparkassenressort mit bankinternen Unterlagen vertrauensvoll meldeten, die es uns ermöglichen, diesen Skandal jetzt schrittweise aufzudecken.

Bereits gegen Ende 2008 wurde der Herausgeber unseres Nachrichtenmagazins  im Hainburger Stadtzentrum mehrfach auf die Causa Kommerzialrat HUBER – Sparkasse und Sparkassenstiftung angesprochen. Die SPÖ in Hainburg titelte beispielsweise in ihrem periodischen Druckwerk “Hainburg Aktuell”, Ausgabe Nr. 3/2008 wie folgt: “Unglaubliche Willkürakte und Vorkommnisse in der Sparkassenstiftung oder Anleitung wie man sich korrekter, genauer und unbestechlicher Mitarbeiter entledigt”. In dieser Ausgabe verfassten die Stadträte Alfred APPEI und Raimund HOLCIK unterschiedliche Beiträge. Im Kritikpunkt stand beispielsweise ein angebliches Fehlverhalten des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden der Sparkassen Hainburg Privatstiftung, Mag. Wolfgang RIEDL. Die regionale Presse berichtete dann auch mehrmals zu unterschiedlichen Belangen zur Stiftung. Im August 2009 verschickte die SPÖ dann sogar eine Sonderausgabe von “Hainburg aktuell”, in der wieder Stadtrat APPEI und Thomas HÄRINGER sich mit Artikeln unter der Überschrift “Die Machenschaften des Herrn Grubmüller´s im Falle der Sparkassenstiftung” an die Öffentlichkeit wandten (Zur einschlägigen Veröffentlichung unter der Internetpräsenz der SPÖ-Hainburg) . Unter anderem sollte KR Karl HUBER als Vorstandsvorsitzender “hinausgeekelt” worden sein. Aus unserer Sicht eine Thematik, der wir uns publizistisch nicht zuwenden wollten – gewohntes und gewöhnliches politisches Hick-Hack.

Faksimile aus HAINBURG AKTUELL - SPÖ-Information Nr. 3/2008

Faksimile aus HAINBURG AKTUELL - SPÖ-Information Nr. 3/2008

Doch aus journalistischer Sicht änderte sich die Situation schlagartig, als unerwartet eine Person mit uns in Kontakt trat, die uns bankinterne, vertrauliche Dokumente übergeben wollte. Offensichtlich wurde in Folge in einschlägigen Kreisen bekannt, daß wir an der Causa recherchieren würden und weitere Quellen taten sich unvermutet auf.

Wie sich dann im Zuge der Bearbeitung des Falles zeigte, sind Belange, die Stiftung betreffend nur die sprichwörtliche Spitze des Eisberges. Ja, es gab Vorkommnisse in der Privatstiftung und einwandfreie Gründe dafür, daß Kommerzialrat HUBER dort nicht mehr als Vorstandsvorsitzender tätig ist. Während die SPÖ in Hainburg von “Machenschaften” eines Herrn GRUBMÜLLER schreibt, halten wir dieser Aussage Zitate eines Angehörigen des Sparkassenprüfungsverbandes entgegen, der zu KR Karl HUBER bereits im Jahr 2000 in einem vertraulichen bankinternen Bericht wie folgt schrieb:

KR HUBER wurde bereits in dem vertraulichen Bericht aus dem Jahr 2000 als SKRUPELLOSER NEHMER bezeichnet

KR HUBER wurde bereits in dem vertraulichen Bericht aus dem Jahr 2000 als SKRUPELLOSER NEHMER bezeichnet

Herr Huber dürfte ein ausgesprochen “skrupelloser Nehmer” sein, wenn man betrachtet, was er alles von der Sparkasse bekommen hat und weiterhin bekommt …

Faksimile aus dem vertraulichen Bericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes aus dem Jahr 2000 (!)

Faksimile aus dem vertraulichen Bericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes aus dem Jahr 2000 (!)

Huber müsste aus vorherigen Revisionen, als “Superabkassierer”, der Prüfungsstelle schon bekannt sein, man hat dies vielleicht auf Grund seiner Positionen in der Sparkassenorganisation toleriert, für mich unvorstellbar. so was ist mir in meiner fast 27 jährigen Dienstzeit noch nicht untergekommen. In Zeiten wie diesen, eine Provokation !!!

Die Pressesprecherin Andrea WALEK der Sparkasse Hainburg – Bruck – Neusiedl AG sagte beispielsweise am 14.9.09 einen bereits zugesagten Interviewtermin mit Dir. Josef PRESCHITZ mit folgender Begründung ab: “Das geht die Öffentlichkeit nichts an” – “Das hat die Öffentlichkeit nicht zu interessieren“, wollte andererseits jedoch von uns die Namen unserer Quellen. Und selbst trotz anderweitiger Zusagen von Dr. Helmut RATTINGER (GF Haftungsverbund GmbH der Ersten Group Bank) am 28.9.09 -  hat auch die Konzernsprecherin und lt. RATTINGER zugewiesene Sachbearbeiterin für unsere Presseanfragen im Sparkassenverband, Frau Mag. Nicola FRIMMEL, es bis dato nicht der Mühe wert gefunden, den Zusagen nachzukommen und jegliche Auskunft verweigert.

Die aus unserer Sicht praktizierte Taktik, uns zu Anfragen zu bewegen, aus denen dann abgeleitet werden kann, über welche Informationen und internen Bankdokumente wir zur Causa Karl HUBER verfügen, haben wir mit einem letztmaligen Schreiben, das auch an Generaldirektorin Dr. Elisabeth BLEYLEBEN-KOREN gerichtet war, beendet.

Wir sind verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß die im Mittelpunkt dieser Reportagenserie stehende Person, KR Karl HUBER bis dato von keinem Gericht verurteilt wurde und somit die Unschuldsvermutung zu gelten hat. Der Redaktion sind durch unterschiedliche, auch vertraulichen Quellen Informationen und interne, als “vertraulich” gekennzeichnete Dokumente anvertraut worden, die den Verdacht von Verbrechen, deren Anzeige u.a. wegen Imageschadens durch die  Sparkasse/Erste Bank unterlassen wurde, eindeutig beinhalten.

Faksimile aus dem vertraulichen, internen Prüfungsbericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes aus dem Jahr 2000

Faksimile aus dem vertraulichen, internen Prüfungsbericht an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes aus dem Jahr 2000

Aus dem Bericht der internen Revision an den Vorstand des Sparkassenprüfungsverbandes:

- die negativen Folgen für die Sparkasse oder für den ganzen Sektor sind bei Bekanntwerden in der Öffentlichkeit kaum vorstellbar (die Unwissenheit oder das Absanktionieren der Organe samt sonstiger Sparkassenorganisationen ist bedenklich; weiters ist der Neid der Angestellten über diese enorme “Bereicherung” des Vorstandes, insbesondere des Vorstandsvorsitzenden auch nicht zu vergessen).

In den vergangenen Jahren haben wir bereits mehrfach bewiesen, daß es noch tatsächlich einen 100% unabhängigen Journalismus gibt, der sich weder durch Drohungen, Klagen und Untergriffigkeiten einschüchtern lässt. An der Mauer unseres nachhaltigen Journalismus sind schon einige  zerschellt. Und weil dieser Fall eine Niederträchtigkeit in sich birgt, die uns bis dato noch nicht untergekommen ist, sagen wir heute schon voraus, daß den Banker die Millionen, mit denen er sich bereichert hat,  nicht davor schützen werden, von der Wahrheit öffentlich entkleidet zu werden.

Wir werden zu Karl HUBER dokumentieren:

.) Wie ein weiteres mal eine Staatsanwaltschaft “blind” gearbeitet hat und einen mutmaßlichen Verbrecher ungestraft läßt;

.) Kriminelle und unseriöse Handlungen über Jahre hindurch unter den Teppich gekehrt wurden;

Faksimile aus einer vertraulichen bankinternen Mitteilung

Faksimile aus einer vertraulichen bankinternen Mitteilung

Faksimile aus einem bankinternen, vertraulichen Prüfbericht

Faksimile aus einem bankinternen, vertraulichen Prüfbericht

.) Wie ein hochrangiger Banker, der zahlreiche Spitzenpositionen bekleidet hat  vorgegangen ist, um sich mit Millionen zu bereichern;

Faksimile aus einem vertraulichen bankinternen Bericht

Faksimile aus einem vertraulichen bankinternen Bericht

.) Wie Politik und Wirtschaft zusammenwirken, um diese Person des öffentlichen Lebens zu decken und die Öffentlichkeit manipuliert;

Faksimile aus dem Bericht der Krimalpolizei - HUBERS Angaben

Faksimile aus dem Bericht der Krimalpolizei - HUBERS Angaben

.) Wie man unter Zuhilfenahme fremder Gelder zum “verdienstvollen Menschen” wird – auszeichnet mit dem Titel “Kommerzialrat” …

Faksimile aus einer vertraulichen bankinternen Mitteilung

Faksimile aus einer vertraulichen bankinternen Mitteilung

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